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Mandarin Granat Edelsteine - Oranger Spessartin Granat

Allgemeine Informationen

Der Mandarin Granat Edelstein wird auch Spessartin Granat genannt. Er kann von einer orangefarbenen oder auch bräunlich-roten Farbe sein. Er bildet eine Mischkristallreihe mir Almandin und Pyrop aus der Pyralspitreihe. Der Spessartin-Granat ist relativ selten. Er ist als eine eigene Spezies erst seit dem 19. Jahrhundert anerkannt in der Wissenschaft. Die Lagerstätten waren zum Teil zu dieser Zeit noch nicht bekannt. Viel Exemplare des Spessartin Granats wurden auch irrtümlicherweise für Hessonit gehalten. Dies ist eine Grossular Varietät in orangener Farbe.  

Den Namen hat der Spessartin Granat Edelstein aufgrund seiner Herkunft im Spessart erhalten. Der Fundort befand sich damals in der Nähe von Aschaffenburg. Der Spessartin Granat wird auch Mandarin Granat genannt. Ursprünglich wurden so nur die Spessartin-Granate aus Namibia so genannt. In der heutigen Zeit wird jeder Granat in einem orangefarbenen oder rötlich-braunen Farbton als Mandarin-Granat bezeichnet, was sehr schade ist.  

Die Unterscheidungsmöglichkeiten des Mandarin Granat Edelsteins mit anderen Edelsteinen

Der Mandarin Granat kann mit allen orangefarbenen und braun-rötlichen Edelsteinen verwechselt werden. So zum Beispiel dem Zirkon, dem Citrin, dem Saphir oder dem Sphen, der auch Titanit genannt wird. Es ist aber leicht herauszufinden, ob es sich bei einem Exemplar eines Edelsteins um einen Mandarin-Granat handelt oder nicht. Er ist nämlich als einziger Stein einfach brechend. Der geübte Juwelier wird einen Mandarin-Granat also leicht identifizieren können, wenn er eine professionelle Analyse durchführt.  

Der Hessonit kann auch gut von einem Mandarin-Granat unterschieden werden. Hier wird einfach der sehr niedrige Brechungsindex zur Hilfe genommen. Außerdem ist der Hessonit durch eine Vielzahl kleiner Apatitkristalle geprägt, die man durch eine ausführliche Analyse auch leicht feststellen kann. Dadurch kommt das ölige Aussehen des Hessonits zustande.

Schwieriger gestaltet sich da schon eher die Unterscheidung zum Almandin. Hier stimmen nämlich die Brechungsindexwerte fast überein, was eine Unterscheidung deutlich erschwert. Zur Unterscheidung wird hier in den meisten Fällen das charakteristische Absorptionsspektrum des Almandins herangezogen. Der Mandarin Granat und Almandin bilden eine Mischkristallreihe, was die Arbeit noch schwieriger macht. Wie die Spessartine meist auch sehr rein und frei von Einschlüssen sind, kann diese Eigenschaft auch nicht gut zur Unterscheidung zwischen Spessartin Granat und Almandin herangezogen werden. Um die Unterscheidung sicher und deutlich beurteilen zu können, muss also eine sogenannte Elementenanalyse gemacht werden.

Die Vorkommen der Mandarin Granat Edelsteine

In der ersten Fundstelle im Spessart wurde leider nur sehr wenig Material des Mandarin Granats gefunden. Deshalb hatte diese Fundstelle auch nur sehr geringe Bedeutung in der Wirtschaft. Viel ergiebiger waren dann die Fundstellen in den USA, Indien und Sri Lanka. In Indien aus der Gegend um Mumbai kamen in den 1960er Jahren große Mengen des Spessartin Granats. Auch größere Exemplare waren hier mit dabei. Diese hatten allerdings viele Einschlüsse, die das Schleifen erheblich erschwerten.

Um circa 1990 wurden im Norden Namibias am Grenzfluss zu Angola Exemplare mit einer vorher nie gekannten Leuchtkraft und Farbigkeit gefunden. Sie hatten einen orangefarbene Farbton und zogen die Aufmerksamkeit der Edelsteinkenner und Sammler auf sich. Zunächst wurden diese Steine als „Hollandine“ bezeichnet. Der Name kam vom holländischen Königshaus „Oranje“ und war deutlich und typisch für die Farbe der Exemplare. Später setzte sich aber der Name des Mandarin-Granats durch und wurde immer bekannter.  

In Namibia gab es immer wieder Versuche die Lagerstätten zu neuem Leben zu erwecken. Der Erfolg war aber leider nur sehr bescheiden. Die Lagerstätten befinden sich ca. 1500km von der Hauptstadt Windhoek entfernt. Das Gebiet ist allgemein sehr unzugänglich. Es existieren keine Straßen und die Pisten, die es dort zwar noch gibt, sind fast kaum mit einem Geländewagen zu befahren. Außerdem herrschen in diesem Areal ethnische Spannungen zwischen den Arbeitern, die in den Minen beschäftigt sind und der ortsansässigen Bevölkerung. Dazu kommt, dass die Konkurrenz der deutlich günstigeren nigerianischen Spessartine.

Die Konkurrenz der nigerianischen Spessartine ist fast nahezu übermächtig und kaum zu bewältigen. Es existieren auch Fundorte in Madagaskar. Diese Spessartin Granate sind zumeist von sehr großer Reinheit und sehr beliebt bei Sammlern auf der ganzen Welt. Sie haben aber nur sehr selten eine schöne und satte Farbe, was den Preis im Handel natürlich auch negativ beeinflusst. Die meisten Steine, die in Madagaskar gefunden werden, haben nicht sehr schöne bräunlich-rote Einfärbungen, die sich negativ auf das gesamte Erscheinungsbild dieser Spessartine auswirkt.

In Jahr 1999 wurden zum allerersten Mal Spessartine auch in Nigeria gefunden. Diese Exemplare waren von bräunlich-oranger Farbe und von einer Unzahl von Einschlüssen getrübt. Zunächst war die Gemeinde der Edelsteinfreunde enttäuscht. Später wurden aber in Nigeria Steine von strahlendem Orange, hoher Reinheit und vor allem nie gekannter Größe gefunden, was alle sehr freute.

Weitere wichtige Informationen über den Mandarin Granat

Der Mandarin Granat ist etwas empfindlich gegenüber Hitze von außen. Ansonsten ist er bei seiner Behandlung und der Weiterverarbeitung eher unproblematisch. Der Mandarin Granat ist idiochromatisch, das heißt, das farbgebende (chromophore) Element, in diesem Fall Mangan, ist Teil der chemischen Formel. Je höher der Anteil an Almandin ist, desto höher ist auch der Eisengehalt und desto dunkler ist die Farbe. Das Kristallsystem des Mandarin Granats ist kubisch. Die Mohshärte beträgt in etwa 7. Ein Pleochroismus ist beim Mandarin Granat nicht vorhanden. Der Glanz ist gläsern und er ist nicht spaltbar. Der Bruch des Mandarin Granats ist muschelig bis splittrig.  

Mandarin Granate, die von hoher und guter Qualität sind, werden nur sehr selten gefunden und sind deshalb auch sehr teuer. Als der erste Mandarin Granat damals entdeckt wurde, waren die Kenner der Szene begeistert und verblüfft zugleich. Dank der neuen Mandarin-Granate aus Nigeria ist dieser wunderschöne und seltene Edelstein auch endlich wieder in ausreichender Menge im Handel erhältlich. Top-Exemplare dieser Art sind aber immer noch sehr selten und sehr wertvoll. Facettierte Exemplare sind besonders beliebt bei den Sammlern, weil die Farbigkeit bei diesen Varianten des Mandarin Granats noch besser zur Geltung kommt.

In der letzten Zeit sind einige wichtige Vorkommen auf dem afrikanischen Kontinent entdeckt worden. Eine große Anzahl der Mandarin Granate, die im Handel erhältlich sind, kommen zu einem großen Teil aus Namibia, Tansania, Nigeria und Kenia.



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