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Diamant

Von griechisch diaphainein: „Durchscheinen“ und adamantos: „Das Unbezwingbare“ ist neben Graphit und den Fullerenen eine der drei Modifikationen des Kohlenstoffs und mit einer Mohshärte von 10 das härteste natürlich vorkommende Mineral. Seine Schleifhärte ist gar 140 Mal so groß wie die des Korund. Allerdings ist die Härte des Diamanten auf seinen einzelnen Kristallflächen unterschiedlich, wodurch es erst möglich wird Diamant mit Diamant zu schleifen, da in dem dazu verwendeten Diamant-Pulver jeder Härtegrad vorkommt. Diamant ist bei Raumtemperatur metastabil, die Aktivierungsenergie für den Phasenübergang in die stabile Modifikation (Graphit) ist jedoch so hoch, dass eine Umwandlung in Graphit bei Raumtemperatur praktisch nicht stattfindet. Diamant besitzt ein kubisches Kristallsystem und ist in reinem Zustand transparent, oft aber durch Verunreinigungen in den verschiedensten Farben gefärbt.

Die Masse einzelner Diamanten wird traditionell in Karat angegeben, einer Einheit, die 0.20 Gramm entspricht.


Entstehung und Vorkommen

Diamanten verschiedene Formen

Das Muttergestein des Diamants ist der Kimberlit. Innerhalb dieses Gesteins wandelt sich der Kohlenstoff in Tiefen von oft mehr als 150 Kilometer unter hohem Druck und bei Temperaturen von bis zu 3000 °C zu Diamant um. Dieser kommt sehr schnell durch die so genannten Pipes, vulkanische Eruptivschlote, an die Erdoberfläche und kann so der Phasenumwandlung zu Graphit entgehen. Von dort können die Kristalle durch natürliche Verwitterungsprozesse, bei denen sie aufgrund ihrer Härte intakt bleiben, abtransportiert werden und reichern sich dann meist in Sedimentgesteinen an, die heute eine der Hauptquellen des Minerals darstellen.

Gewonnen werden sie zudem in den Vulkanschloten erloschener Vulkane, die senkrecht nach unten abgebaut werden. Das Muttergestein wird dabei zermahlen, um die Diamanten zu gewinnen. Im Süden Afrikas liegen Diamanten auch am Grund der Wüste, so dass der Sand bis zum gewachsenen Fels abgetragen und gewaschen werden muss.

Die größten Diamantenvorkommen befinden sich in Afrika, insbesondere in Südafrika, Namibia, Botswana, der Demokratischen Republik Kongo und Sierra Leone, in Australien und in Russland. Es wurden aber auf allen Kontinenten Diamanten gefunden. In Europa gibt es bei Archangelsk ein Vorkommen. Die Weltproduktion an Naturdiamant liegt heute bei etwa zwanzig Tonnen pro Jahr und deckt bei weitem nicht mehr den Bedarf der Industrie. Etwa 80 Prozent des Bedarfs können die Naturdiamanten nicht decken. Daher decken in steigendem Maße synthetisch erzeugte Diamanten, deren Eigenschaften wie Zähigkeit, Kristallhabitus, Leitfähigkeit und Reinheit genau bestimmt werden können, diese Lücke.


Diamanten als Schmucksteine

Diamanten Schmuck

Ein Diamant hat eine sehr hohe Lichtbrechung und einen starken Glanz, gepaart mit einer auffallenden Dispersion, weshalb er traditionell als Edelstein geschliffen wird. Erst durch die Erfindung moderner Schliffe im 20. Jahrhundert, durch die das Feuer eines Diamanten erst richtig zur Geltung kommt, wurde sein wahrer Wert offenbar. Es beruht auf zahllosen inneren Lichtreflexionen, die durch den sorgfältigen Schliff der einzelnen Facetten hervorgerufen werden, welche in speziell gewählten Winkelverhältnissen zueinander stehen müssen. Mittlerweile werden Schliffe und deren Wirkung auf Rechnern simuliert und die Steine auf Automaten geschliffen, um über eine exakte Ausführung optimale Ergebnisse zu erreichen. Nur ein Viertel aller Diamanten ist qualitativ überhaupt als Schmuckstein geeignet. Davon wiederum erfüllt nur ein kleiner Bruchteil die Kriterien, die heute an Schmucksteine gestellt werden: ausreichende Größe, geeignete Form, hohe Reinheit, und je nach Wunsch Farbigkeit oder Farblosigkeit.


Geschichte

Der erste überlieferte Diamantfund stammte aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. aus Indien. Bereits damals sagte man Diamanten magische Wirkungen nach, weshalb man sie auch als Talismane nutzte. Diamanten waren auch bei den alten Römern bekannt und wurden sehr geschätzt. Die Verwendung von Diamanten als Werkzeug beschreibt schon Plinius der Ältere in seinem Werk Naturalis Historia, XXXVII 60. Um 600 n. Chr. wurde der erste Diamant auf der indonesischen Insel Borneo gemeldet, doch obwohl Indien nun nicht mehr die einzige Quelle war, blieben die indonesischen Funde unbedeutend, da die Anzahl zu gering und der Transport zu den Handelsstädten zu weit war. Erst im 13. Jahrhundert entdeckte man, dass sich Diamanten bearbeiten lassen, was jedoch in Indien abgelehnt wurde, da die Steine so angeblich ihre magischen Kräfte verlieren könnten. Der heutige typische Brillantschliff wurde erst um 1910 entwickelt.

Im 18. Jahrhundert fingen die indischen (und auch die indonesischen) Minen an sich zu erschöpfen. Als ein Portugiese auf der Suche nach Gold in Brasilien war, entdeckte er den ersten Diamanten außerhalb Asiens. Dieser Fund verursachte einen "Diamantenrausch". Den ersten Diamanten im Muttergestein Kimberlit fand man 1869 in Südafrika (Kimberley). Ein Jahr später übernahm Südafrika die Rolle des Hauptlieferanten, da auch Brasiliens Funde seltener wurden. Auf der Weltausstellung in Philadelphia 1876 wurden erstmals mit Diamanten besetzte Steinsägemaschinen einer breiten Öffentlichkeit gezeigt. 1926 entdeckte man auch an der Atlantikküste Diamanten und 1955 wurde schließlich der erste Diamant künstlich hergestellt. Den ersten Diamanten auf dem Meeresgrund fand man erst 1961. Heute ist Australien Hauptlieferant für Diamanten. 2005 mietete der DeBeers-Konzern für zwei Jahre einen Zeppelin zur Diamantensuche im südlichen Afrika.


Mystik und Sagen der Diamanten

Plinius der Ältere billigt dem Diamanten die Kraft zu, die Wirkung von Giften aufzuheben und von Ängsten zu befreien. Er schildert den Stein in seiner „Naturalis Historia“ als so hart, das er zwischen Hammer und Amboß seine Form bewahrt. Dagegen solle er sich eingeweicht in Bocksblut spalten lassen. Tatsächlich läßt sich der Diamant in einer Richtung leicht spalten, da seine Kristallstruktur dieses begünstigt. In anderen Richtungen hingegen ist er widerstandsfähig wie kaum ein anderes Material. Allerdings sollte man seine Diamanten vor Feuer schützen - bei ca. 800°C verbrennt er.

Einer um den makedonischen Eroberer Alexander rankenden Legende zufolge erreichte dessen Heer die Gegend des tiefen Diamanten-Tal, in dem zahllose dieser Steine offen herumliegen sollten. Weil dieses Tal von etlichen Drachen bewacht wurde, deren furchtbarer Anblick töten sollte, wies Alexander seine Truppen an, ihre Schilde blank wie Spiegel zu polieren und sie den Ungeheuern entgegenzuhalten. Wie erwartet konnten die Drachen den eigenen Anblick nicht ertragen und verschieden. Nun galt es noch, einen Weg in die Schlucht zu finden, doch fand sich kein gangbarer Steig. Alexander ließ mehrere Hammel schlachten und in den Abgrund werfen, damit die Edelsteine an den Kadavern kleben blieben. Nun galt es zu warten, bis Adler das Hammelfleisch samt Diamanten verschlingen würden und diese Vögel dann zu erjagen.

Ein ähnliches Diamantental soll Sindbad der Seefahrer entdeckt haben, als er vom Riesenvogel Ruch in die Lüfte getragen worden war.

Die Bibel nennt den Diamanten als einen der zwölf Edelsteine auf dem Amtsschild des Priesters (2. Mose 28,18).


Große und berühmte Diamanten

In der folgenden Tabelle sind einige besonders berühmte bzw große Diamanten zusammen mit ihrem Fundgewicht sowie Fundort und Fundjahr aufgeführt:

Name Gewicht Fundjahr Fundland Zusätzliche Informationen
  ct. (Karat)      
Cullinan 3106 1905 Südafrika Wurde in 105 Steine aufgespalten
Excelsior 995.20 1893 Südafrika Wurde in 22 Steine aufgespalten
Star of Sierra Leone 968.90 1972 Sierra Leone Wurde in 17 Steine aufgespalten
Incomparable 890 1980 Kongo ---
Großmogul 797.5 1650 Indien Bläulicher Diamant - Gilt seit 1739 als verschwunden.
Präsident Vargas 726.8 1938 Brasilien ---
Jonker 726 1934 Südafrika ---
Koh-I-Noor 186 Ca. 3000 v. Chr. Vieleicht Indien Ältester bekannter Diamant - Heute im Tower of London / Großbritannien
Florentiner 137.27 Unbekannt Unbekannt Gelber Diamant - Verbleib nach dem 1. Weltkrieg unbekannt
Regent oder Pitt 136.75 Um 1700 Indien Heute im Louvre Paris / Frankreich
Hope 112.5 Unbekannt Indien Blauer Diamant - 1642 erstmals aufgetaucht - Heute als Dauerleihgabe im Smithsonian Institut in Washington zu sehen
Schah 86 Unbekannt Unbekannt Mit Gravur seiner drei königlichen Besitzer (einer war Schah Janan, deshalb sein Name) - Heute im Kreml in Moskau / Russland
Sancy 55 Unbekannt Indien ---
Dresden Diamant 41 Um 1743 Indien Grüne Farbe - Heute im Grünen Gewölbe in Dresden / Deutschland

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